Kunststoffe

Thermoplaste für diverse Einsatzmöglichkeiten

Für das Vakuum-Thermoformen kommen unterschiedliche Kunststoffe in Betracht. Ausschlaggebend bei der Werkstoffauswahl sind die technischen und chemischen Eigenschaften sowie die Beständigkeit des jeweiligen Kunststoffes.

Kunststoff (engl. plastics) wird häufig auch unter dem präziseren Begriff Polymer geführt. Diese Bezeichnung lässt auch direkt auf den chemischen Aufbau von Kunststoff schließen. Alle Polymere bestehen aus langen Molekülketten (Makromoleküle), die aus gleichartigen Einheiten (Monomere) zusammengesetzt sind.

Die Klasse der synthetischen Polymere lässt sich in verschiedene Untergruppen untergliedern:

  1. Thermoplaste
  2. Elastomere (z.B. Reifen, Gummi, Dichtungen)
  3. Duromere (z.B. Epoxid- und Phenolharze)

Für die Verarbeitung in Thermoformmaschinen sind ausschließlich Thermoplaste geeignet. Wir werden uns auf diesen Bereich der Werkstoffkunde konzentrieren.

Das Eigenschaftsprofil der Thermoplaste gibt Auskunft über die mechanischen, chemischen, elektrischen und sonstigen Eigenschaften des jeweiligen Kunststoffes. Die Anforderungen des Kunden an das fertige Bauteil müssen hierfür im Vorfeld definiert werden. Typische Anforderungen umfassen die Dauergebrauchstemperatur, die Schlagzähigkeit, eine regulatorische Zulassung für den Einsatzzweck und natürlich der Preis.

Das Eigenschaftsprofil des Kunststoffes ist eine Momentaufnahme der spezifischen Eigenschaften. Langfristig können sich diese Eigenschaften durch äußerliche Einflussfaktoren verändern. Dem Thema Beständigkeit sollte unbedingt bei der Auswahl des richtigen Kunststoffes eine Bedeutung zugeordnet werden. Die Beständigkeit wird meistens mit flüssigen Medien in Verbindung gebracht, allerdings sind die Auswirkungen von anderen Belastungen teilweise gravierend. Insbesondere UV-Strahlen können die Funktion des Kunststoffes stark beeinträchtigen. Während die Eigenschaften des Kunststoffes in der Regel gut dokumentiert sind (technische Datenblätter), ist die Beurteilung der Beständigkeit schwieriger. Eine professionelle Beratung ist wichtig um langfristig Freude am Bauteil zu haben. Wir können auf über 40 Jahre Erfahrung im Bereich Kunststoff zurückgreifen und haben durch unser vielseitiges Portfolio gerade im Bereich Beständigkeit umfangreiches Wissen generiert.

Generell können wir alle Thermoplaste auf unseren Tiefziehmaschinen verarbeiten. Die gängigsten Kunststoffe für das Thermoformen umfassen Polystyrol (PS), schlagfestes Polystyrol (PS-HI), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Acrylnitril-Styrol-Acrylester-Copolymer (ASA), Polyvinylchlorid (PVC), Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN), Polyethylen hoher Dichte (PE-HD oder HDPE), Polypropylen (PP), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polycarbonat (PC), Polyamid (PA), Polyethylenterephthalat nicht kristallisierend (PETG) und Amorphes Polyethylenterephthalat (APET).

Gerne unterstützen wir unsere Kunden bei der Auswahl eines geeigneten Kunststoffes.

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