Montage & Kleben

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Die Montage von Kunststoffbauteilen umfasst alle Arbeitsschritte, die dem Tiefziehen und Fräsen nachgelagert sind. Das größte Segment ist dabei das Fügen – also das Verkleben von Bauteilen. Doch Montage bedeutet weit mehr: das Anbringen von Verbindungselementen, das Einsetzen von Dichtungen, das Aufbringen von Labels und Aufklebern, das Einkleben von Verstärkungsteilen sowie das Verbinden über Schnappverbindungen, Schrauben oder Nieten.

So entstehen vollständig fertige Bauteile, die bereit für den Einsatz sind.

 

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Kleben von Kunststoffen

Kleben von Kunststoffen erfordert Fachkenntnis, die richtige Klebstoffauswahl und vor allem professionelle Verarbeitung. Denn: Nicht alle Kunststoffe lassen sich ohne Weiteres zusammenkleben. Mit unserer Expertise, modernen Dosiersystemen und angepassten Klebstoffkonzepten realisieren wir zuverlässige und dauerhafte Klebverbindungen.

Zweikomponenten-Klebstoffe mit automatischer Dosierung

Die zwei Komponenten dieser Klebstoffe (2K-Klebstoffe) werden erst bei der Anwendung miteinander vermischt. Unser Unternehmen setzt dabei je nach Anwendung entweder auf fertige Kartuschen oder auf eine professionelle Dosieranlage.

Bei Kartuschen sind beide Komponenten bereits im richtigen Verhältnis enthalten und werden durch eine Dosierpistole über eine Mischspitze am Austritt miteinander vermischt. Bei größeren Mengen setzen wir eine automatische Dosieranlage ein: Die beiden Klebstoffkomponenten werden in separaten Behältern gelagert und über Schläuche zur Anlage geführt. Diese mischt beide Komponenten im exakten Verhältnis und gibt den fertig gemischten Klebstoff unmittelbar an die Anwendungsstelle ab.

Vorteile der Dosieranlage:

•    Kosten: Klebstoffkomponenten können in größeren Mengen günstiger eingekauft werden
•    Weniger Abfall: Kartuschen sind Einwegartikel – die Dosieranlage reduziert den Verpackungsabfall erheblich
•    Ergonomische Vorteile: Kartuschen sind schwer; bei längeren Arbeiten ist die Dosieranlage angenehmer für die Mitarbeiter
•    Präzise Dosierung: Exakt dosierte Mischungen führen zu zuverlässigen, reproduzierbaren Klebverbindungen
 

Lösungsmittelbasierte Einkomponenten-Klebstoffe (1K)

Lösungsmittelbasierte Einkomponenten-Klebstoffe (1K) funktionieren nach einem anderen Prinzip als 2K-Systeme. Sie enthalten ein Lösungsmittel, das beim Aushärten verdampft. Dabei bleibt der im Lösungsmittel gelöste Kunststoff zurück und verbindet sich mit dem Grundmaterial. Dieses Verfahren wird auch als Kaltverschweißen bezeichnet: Nach dem Verdampfen des Lösungsmittels besteht die Verbindungsstelle nur noch aus dem Kunststoff selbst und weist damit dieselben Eigenschaften wie das Grundmaterial auf.

Wir setzen Klebstoffe bewährter, etablierter Hersteller ein und passen diese bei Bedarf in ihrer Viskosität an unsere spezifischen Anforderungen an.

Vorteile:
•    Materialgerechte Verbindung: Nach dem Aushärten hat die Verbindung dieselben Eigenschaften wie der Grundkunststoff
•    Flexible Verarbeitung: Je nach Formulierung auch ohne Dosieranlage einsetzbar
•    Kosteneffizienz: Niedrigere Beschaffungskosten
•    Bewährte Technologie: Jahrzehnte an Erfahrung mit Lösungsmittelklebstoffen

Materialgerechte Klebstoffauswahl

Nicht jeder Klebstoff passt zu jedem Kunststoff. Verschiedene Kunststoffe (PS, ABS, PC, PMMA usw.) haben unterschiedliche Oberflächeneigenschaften und reagieren anders auf verschiedene Klebstoffe. Hinzu kommen die Anforderungen der Anwendung: Soll die Verbindung flexibel sein? Muss sie Temperaturen standhalten? Braucht sie UV-Beständigkeit?

Unser Ansatz: Wir analysieren das Bauteil, den Kunststoff und die späteren Einsatzanforderungen. Basierend darauf wählen wir den optimalen Klebstoff aus oder passen eine bestehende Formulierung gezielt an. So entsteht eine dauerhafte Klebverbindung, die exakt zur Anwendung passt.

Das Resultat:

•    Zuverlässige Haftwerte über die gesamte Nutzungsdauer
•    Minimales Fehlerrisiko durch Fehlklebungen
•    Optimale Kosteneffizienz durch bedarfsgerechte Klebstoffwahl
•    Qualitätskonsistenz über alle Bauteile hinweg
 

Montage von Komponenten

Neben dem Kleben gehört zur Montage auch das Verbinden, Befestigen und Integrieren weiterer Komponenten. Das können Metallteile sein, Verschlusselemente, Dichtungen, Labels und Aufkleber oder Schnappverbindungen. Wir montieren diese Komponenten präzise und zuverlässig in Ihre Kunststoffbauteile.

Eingeklebte Metallkomponenten – Verstärkung und Funktionalität

Verschiedene Komponenten können eingeklebt werden, darunter Blechteile, Glasfasermatten oder Verstärkungselemente aus Kunststoff. Das Teil wird an die vorgesehene Stelle im Kunststoffbauteil geklebt. Der Klebstoff sorgt für eine feste, dauerhafte Verbindung. Der Klebstoff sorgt für eine feste, dauerhafte Verbindung. Da die Verbindung von innen erfolgen kann, ist es möglich, dass sie von außen nicht sichtbar ist und somit das Design nicht beeinträchtigt. Das ist besonders sinnvoll, wenn:

•    Verstärkungen an kritischen Stellen erforderlich sind
•    Hitzeschutz benötigt wird
•    Gewichtsverteilung optimiert werden muss
•    Eine unsichtbare Befestigung gewünscht ist

Die Vorteile:

•    Optische Ästhetik: Keine sichtbaren Befestigungselemente
•    Gezielt Eigenschaften verbessern: Verstärkung genau da, wo sie nötig ist
•    Funktionale Integration: Hitzeschutz, Verschleißschutz, Stabilität
•    Dauerhafte Verbindung: Klebverbindungen sind oft zuverlässiger als alternative Methoden

Mechanische Verbindungen – Schrauben und Nieten

Das Kunststoffbauteil wird präzise für die Aufnahme dieser Komponenten vorbereitet (gebohrt oder gefräst). Anschließend werden die Verbindungselemente nach Vorgabe eingeführt und befestigt. Je nach Anforderung entstehen so lösbare oder unlösbare Verbindungen.

Verbindungsarten:

•    Schrauben: Für lösbare Verbindungen oder Befestigungen
•    Blindnieten: Für feste, unlösbare Verbindungen von außen
•    Nieten: Klassische dauerhafte Verbindungstechnik
•    Gewindeeinsätze: Für verschraubbare Systeme

Die Vorteile:

•    Vielseitigkeit: Befestigungsmöglichkeiten für unterschiedliche Anforderungen
•    Hohe Zuverlässigkeit: Bewährte, sichere Verbindungstechnik
•    Teilweise reversibel: Schrauben erlauben Reparaturen und Austausch
•    Kosteneffizient: Mechanische Verbindungen sind oft günstiger als alternative Verfahren
•    Für dynamische Belastung geeignet: Besonders bei Teilen, die später bewegt oder belastet werden

Endbearbeitung des Kunststoffteils

Aufkleber und Labels
 

Zur vollständigen Bauteilfertigung gehört das Aufbringen von Aufklebern und Labels. Diese enthalten wichtige Informationen wie Produktdaten, Recyclinghinweise oder Produktionsdaten und geben dem Bauteil seine finale Kennzeichnung.

Dichtungen
 

Dichtungen sind ein wesentliches Element der Bauteilvervollständigung. Sie werden je nach Anforderung eingeklebt oder gesteckt und sorgen für wasser- oder gasdichte Verschlüsse. Die Auswahl der richtigen Dichtung erfolgt in Abstimmung mit den spezifischen Anforderungen des Bauteils.

Entgraten
 

Das Entgraten ist ein notwendiger Verarbeitungsschritt zur Sicherung der Bauteilqualität. Bei der Zerspanung entstehen an Kanten und Bohrungen feine Grate, die entfernt werden müssen. Durch präzises Entgraten erhalten die Bauteile ihre finale Oberflächenqualität und gewährleisten sichere Handhabung sowie optimale Passgenauigkeit bei der Montage. 

So erhält das Bauteil seine finale Oberfläche und die notwendige Funktionalität. Dieser letzte Schritt ist entscheidend, denn er gibt dem Produkt sein endgültiges Aussehen und oft auch seine abschließende Funktionalität.

Durch die Montage in unserem Betrieb entsteht eine wirklich vollständige Fertigung: Das Bauteil verlässt unsere Fertigung nicht als Zwischenstufe, sondern einsatzbereit. Indem unsere Kunden alles aus einer Hand bekommen, entlasten wir sie erheblich.

 

Übersicht: Leistungsmermale der Montage

LeistungsmerkmaleBeschreibung
Professionelle 2K-DosiersystemeAutomatische, präzise Dosierung für zuverlässige Klebverbindungen
Materialgerechte KlebestoffauswahlAnpassung an Kunststoffart, Anforderung und Einsatzbedingung
Mechanische VerbindungstechnikSchrauben, Nieten, Blindnieten, Gewindeeinsätze für flexible oder feste Verbindungen
Eingeklebte MetallkomponentenVerstärkung, Hitzeschutz und funktionale Integration ohne sichtbare Befestigung
EndbearbeitungEntgraten, Aufkleber, Dichtungen sowie weitere Bearbeitung für das fertige Bauteil
ProzesssicherheitStandardisierte Abläufe für konsistente Qualität über alle Bauteile hinweg
Vollständige BauteilfertigungAlle Montageschritte aus einer Hand - vom Kleben bis zur Kennzeichnung

Weitere Leistungen aus einer Hand

Die Montage gibt vielen Projekten den finalen Feinschliff. Sie ist ein Teil des Leistungsspektrums unseres Unternehmens, das folgende Prozessschritte entlang der Fertigungskette umfasst:

•    Thermoformen / Tiefziehen
•    Engineering
•    Werkzeugbau
•    CNC-Fräsen
•    Konfektionierung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Kleben und mechanischen Befestigungen?
Kleben schafft dauerhafte, belastbare Verbindungen und eignet sich besonders für Bauteile, die nicht auseinandergebaut werden müssen. Wichtig zu wissen: Nicht alle Kunststoffe lassen sich kleben – sogenannte Polyolefine wie PE und PP können nicht geklebt werden und müssen daher mechanisch verbunden werden. Mechanische Befestigungen (Schrauben, Nieten) erlauben zudem Reparaturen und Austausch und eignen sich gut für dynamisch belastete Verbindungen. Häufig kombinieren wir beide Techniken optimal für die jeweilige Anforderung.
Warum ist eine professionelle Dosieranlage besser als Kartuschen?
Wir setzen je nach Anwendung sowohl Kartuschen als auch eine Dosieranlage ein. Die Dosieranlage bietet dabei spezifische Vorteile: Erstens können Klebstoffkomponenten in größeren Mengen zu günstigeren Konditionen eingekauft werden. Zweitens fällt deutlich weniger Abfall an, da Kartuschen Einwegartikel sind. Drittens sind Kartuschen für die Mitarbeiter im Dauereinsatz körperlich belastend – die Dosieranlage ist hier ergonomisch deutlich vorteilhafter.
Welcher Klebstoff passt zu meinem Kunststoff?
Das hängt von mehreren Faktoren ab: Welcher Kunststoff liegt vor (PS, ABS, PC, etc.)? Was sind die Anforderungen (Temperaturbeständigkeit, UV-Resistenz, Flexibilität)? Wie wird das Bauteil später genutzt? Basierend auf diesen Fragen wählen wir den passenden Klebstoff aus und passen ihn bei Bedarf in seiner Viskosität an.
Sind Klebverbindungen wirklich zuverlässig und dauerhaft?
Mit dem richtigen Klebstoff und der richtigen Vorbereitung sind Klebverbindungen sehr zuverlässig – viele sind genauso stark wie das Bauteil selbst. Entscheidend sind: richtige Oberflächenvorbereitung, materialgerechte Klebstoffwahl, korrekte Mischung (besonders bei 2K-Systemen) und ausreichende Aushärtezeit. All das gewährleisten wir durch standardisierte Prozesse und professionelle Fertigungstechnik.
Wie wird die Oberflächenvorbereitung für eine optimale Klebung durchgeführt?
Die Oberflächenvorbereitung ist entscheidend für die Qualität der Klebverbindung. Je nach Material kommen folgende Methoden zum Einsatz: Reinigung (Entfernung von Ölen und Verschmutzungen), mechanische oder chemische Aufrauhung, Aktivierung der Oberfläche – auch durch thermische Vorbehandlung, etwa durch Beflammen. Wir wählen die passende Methode basierend auf Kunststoffart und eingesetztem Klebstoff, um optimale Haftwerte zu erzielen.

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